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mit der Zeit gehen sollten. Auch unsere Kin-

der sollen irgendwann noch Spaß am Karne-

val haben und ihn so feiern können, wie wir

es tun.“

Bauer Ralf:

„Spaß haben ist gut und gehört

dazu. Aber uns Dreien ist völlig klar, dass

unser Dreigestirnsamt auch verpflichtet. Wir

haben in dieser Zeit Vorbildfunktion und ge-

nau so werden wir uns auch verhalten. Dazu

gehört auch, mal ein lecker Kölsch zu trin-

ken, aber niemals zu viel.“

Prinz Walter:

„Wir werden das gesellschaft-

liche Problem des Komasaufens nicht lösen

können, aber wir werden zeigen, dass man

auch im nüchternen Zustand durchaus Spaß

haben kann.“

Jungfrau Carlotta:

„Wir haben innerhalb

der Prinzengarde gezeigt, dass wir etwaige

Konkurrenzgefühle bei den Formationen

ausschalten können. Diese Geschlossenheit,

die in den Reihen der Prinzengarde besteht,

würde ich mir auch für die vier vaterstädti-

schen Vereine wünschen. Wenn wir noch

mehr zusammenwachsen, kann das den Kar-

neval allgemein auch stärken.“

Gibt es einen Wunsch, persönlich oder

karnevalistisch?

Prinz Walter:

„Ich würde es begrüßen,

wenn sich der Karneval noch mehr gegen-

über Frauen öffnen würde. Das weibliche

Dreigestirn war ein erster Schritt, der nun in

den Vereinen weiterleben sollte. Beispiels-

weise sind Formationen, ähnlich wie die

Marketenderinnen, denkbar.“

Bauer Ralf:

„Mein großer Wunsch würde in

Erfüllung gehen, wenn es in naher Zukunft

ein Dreigestirn gibt, das sich aus drei vater-

städtischen Vereinen zusammensetzt. Einen

großen Wunsch werde ich mir 2018 erfüllen.

2018 werde ich zusammen mit der Artillerie

samstags auf demAlten Markt in Euskirchen

Erbsensuppenessen organisieren. Damit lebt

eine Tradition wieder auf.“

Jungfrau Carlotta:

„Ich möchte um Ver-

ständnis bitten. In der ersten Jahreshälfte

2016 ist mein Opa gestorben, mein Vater

im Oktober. Ich habe mir die Entscheidung,

Jungfrau zu bleiben, nicht leicht gemacht. Es

passiert mir noch oft, dass ich traurig bin und

dann fällt mir mein Amt schwer. Ich wäre

glücklich, wenn die Menschen meine Ent-

scheidung trotz der Todesfälle beim Dreige-

stirn mitzuwirken einerseits respektieren und

andererseits verstehen, wenn ich mal nicht

so funktioniere, wie es das Amt eigentlich

erfordert.“

Interview Tollitäten

ORB ǀ

Interview Tollitäten